Sonntag, 8. Juli 2018

Die Geschichte von 'Ich mach' (Ima)


Vor langer, langer Zeit reiste der Planet 'Ich mach', genannt 'Ima', durch das Weltall, denn er war auf der Suche nach ‚seiner‘ Sonne. Er suchte seine Sonne, die Sonne, in deren Wärme er sich wohlfühlte.

Und so reiste er von Sonnensystem zu Sonnensystem.
Ima lernte so verschiedene Sonnen kennen, und er sammelte dadurch viele Erfahrungen.
Eines Tages, Ima weiß es noch ganz genau, kam er in ein Sonnensystem, und dort schien die Sonne auf eine wunderbare Art warm, und er wusste, hier war er richtig, und er sagte zu sich:
Das hier ist meine Sonne.

Es war die Sonne 'Mach Du', genannt 'Madu'. Und auch die Sonne Madu sah den Planeten Ima. Sie war von seiner Art sehr angetan und fühlte sich in seiner Nähe wunderbar wohl. Und so blieb der Planet Ima bei der Sonne Madu.

Und weil die beiden sich so gerne hatten, entstanden durch ihre Liebe 3 neue Planeten Eito (eine Tochter), Eiso (ein Sohn) und Zweso (zweiter Sohn).

Und so verging einige Zeit und Madu, Ima und ihre Kinder erlebten sehr viel. Und Ima wusste gar nicht mehr so genau, wann ihm aufgefallen war, dass sich zwischen ihm und Madu etwas zu verändern begann. 

Es musste ganz schleichend begonnen haben. 

Wie es Madus Art war, hatte sie Ima und den Kindern immer gesagt, was sie zu tun hatten. Und Ima hatte sich immer bemüht, Madus Wünsche zu erfüllen und sagte zu ihr: 
Ja, ich mach! 

Aber weil es immer mehr wurde, was er machen sollte, vergaß er immer mal etwas, was Madu ganz schrecklich wütend machte. Auch wollte sie immer alles sofort und sogleich.
Aber Ima spürte, dass sich dadurch bei ihm etwas zu verändern begann. Er spürte, dass sich eine neue Seite von ihm zeigte. 

Der Planet veränderte sich. Er begann immer öfter mal zu denken: „Bisher habe ich immer gemacht, was Madu von mir wollte, ob ich es gut fand oder nicht. 
Aber nun möchte ich etwas ändern. Ich will von nun an öfter etwas machen, was mir Spaß bringt, wobei ich fröhlich sein kann und das Leben in mir spüre.“ 

Die Frage war nur, wie kann ein Planet sich den Wünschen einer Sonne wiedersetzen?

Da fiel Ima eine alte Weisheit ein, die er von seinen weisen Vorfahren gehört hatte. Die Weisheit besagt, dass das Zauberwort 'Nein' in diesem Fall sehr hilfreich ist. 

Wie Meteoriten  fiel es Ima von den Augen. Das war es! Die Sonne ist ein eigenständiger Planet und kann für sich selbst sorgen. Die Sonne und der Planet können gemeinsam für ihre Kinder sorgen. Jedoch heißt es nicht, dass die Sonne Ansagen macht, und der Planet alles erledigen muss.

Der Planet Ima lernte langsam wieder Verantwortung an die Sonne Madu abzugeben. Dabei half ihm das Zauberwort 'Nein'. 

Am Anfang ging es ihm ganz schlecht damit, denn er hatte keine Übung darin und er hatte ein schlechtes Gewissen, wenn er zu Madu sagte: „Es tut mir leid, aber ich stehe dafür nicht zur Verfügung. Das musst du regeln!“.

Aber Ima erkannte mehr und mehr, das er kein schlechtes Gewissen haben brauchte. 
Er erkannte, warum er bisher immer 'Ja' gesagt hatte – aus einer langjährigen Gewohnheit heraus. Und von dieser Gewohnheit verabschiedete er sich.

Auch in den Zeiten, in denen die Sonne krank war, z. B. bei einer Sonnenfinsternis, fand Ima einen Weg für sich, dass er das für ihn mögliche tat, um die Kinder gut zu versorgen
und er noch Zeit hatte, um etwas zu tun, was ihm Spaß brachte. So spürte er mehr und mehr, dass er sich immer wohler fühlte.

Durch diese Veränderung fiel es Ima auch immer leichter, offen seine Wünsche auszusprechen. Wenn er etwas unternehmen wollte, wozu kein anderer Lust hatte, so machte er es mit Freude und kam gut gelaunt zurück. 
Auch widmete er sich ganz offensichtlich seinen Hobbies und berichtete im Kreise der Familie von seinen neugewonnenen Erfahrungen, auch wenn es manchmel nicht so schnell voranging, wie Ima es sich wünschte. Aber auch davon erzählte er.

Ima fand auch einen Weg für sich, wie er mit den Sternentalern besser auskam. Es war immer ein Thema zwischen der Sonne Madu und ihm gewesen, dass für beide, gefühlt, nicht genügend Sternentaler zur Verfügung standen.

Zum einen erkannte Ima, wo seine kleinen Schwachstellen im Ausgeben der Sternentaler waren. Und er fand einen Weg, Madu darauf aufmerksam zu machen, dass sie gemeinsam Absprachen getroffen haben, und dass auch Madu sich daran halten muss.

Eines Morgens wachte Ima auf und er merkte, dass sich etwas verändert hatte. Er spürte, dass sich etwas ganz Wesentliches geändert hatte. 
Er wachte auf und hatte einen Satz im Kopf, den er nicht mehr los wurde!

Und dieser Satz lautet:

Ich mach, weil ich will!

Und damit war es klar! Von nun an nannte sich der Planet: Imaweiwi

Und so lebte er noch lange glücklich und zufrieden.

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